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Der Glasfaserausbau im Landkreis Anhalt-Bitterfeld geht weiter. Am 22. Januar 2025 verkündeten Landrat Andy Grabner und Bürgermeisterin Steffi Syska die Erschließung des Glasfaserausbaus in im Sandersdorf-Brehnaer Ortsteil Petersroda. Die Projektplanung liegt federführend beim Landkreis, Bund und Land stellen Fördermittel für den Ausbau bereit, den die Telekom übernehmen wird. Und Fördermittel seien auch nötig, erklärte Marco Gleau, Ausbaukoordinator der Telekom. In kleinen abgelegenen Orten sei ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht kostentragend, der Investitionsaufwand sei durch die vielen z.T. weit auseinander liegenden Einfamilienhäuser viel höher als in der Stadt, wo z.B. mit dem Anschluss eines Mehrfamilienhauses gleich mehrere Kunden mit Glasfaser versorgt werden könnten. In Petersroda käme erschwerend hinzu, dass eine Bahnverbindung gequert werden müsse, wozu langwierige Antragsverfahren bei der Deutschen Bahn nötig seien.
In Petersroda und Torna würden nun 289 Adressen mit schnellem Internet versorgt, erklärte Landrat Grabner. Dafür gäbe es rund 900.000 Euro von Bund und Land. Auch in Aken, Zerbst und Teilen des Osternienburger Landes sei der geförderte Ausbau in Planung, insgesamt würden etwa 10 Millionen Euro in den Glasfaserausbau investiert, 2.126 Adressen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sollen so zu schnellem Internet kommen.
Und das sei wichtig, betonte Bürgermeisterin Steffi Syska. Zwar gäbe es in Petersroda kaum Wirtschaft, „der Ort sei aber unheimlich wichtig zum Wohnen. Durch die gute Bahnanbindung nach Leipzig, zieht es viele Familien nach Petersroda und mit schnellem Internet steigt die Wohnqualität natürlich.“ Syska bedankte sich beim Landkreis für die Übernahme des Fördermittelverfahrens, was nicht selbstverständlich sei.
Bis Bauarbeiten in Petersroda beginnen, wird es allerdings noch etwas dauern. Aktuell warte man auf die endgültige Zusage der Fördermittel, so Telekom-Regionalmanagerin Nadja Thätner. „Sobald die vorliegt, geht es los!“